Dekarbonisierung des Gasnetzes

Mit dem Labor/Technikum zur mikrobiologischen Methanisierung (LTM) am TZ Energie in Ruhstorf a. d. Rott wurde, in Kooperation mit der TH Deggendorf, ein zweites Standbein geschaffen, neben der Kurzzeitspeicherung in der Batterieentwicklung.

Am LTM werden die notwendigen Prozessabläufe der mikrobiologischen Methanisierung und der Gewinnung von Wasserstoff aus thermochemischen Prozessen als Alternative zur Elektrolyse abgebildet und die dafür notwendige technische Ausrüstung installiert. Begleitend dazu werden der aktuelle Stand der Wissenschaft und daraus abgeleitet entsprechende Forschungsbedarfe identifiziert. Der Beitritt in bestehende Gremien des Forschungsfeldes wird angestrebt, neue Netzwerke werden gegebenenfalls initiiert. Das operative Labor/Technikum zur mikrobiologischen Methanisierung (LTM) am TZ Energie steht unter der wiss. Leitung von Prof. Brotsack von der TH Deggendorf. Aktuell erfolgt die Akquisition erster Forschungsvorhaben auf regionaler wie internationaler Ebene.


Power-to-Gas

Die Power-to-Gas-Technologie stellt eine potenzielle Lösung für die unbestritten notwendige Speicherung erneuerbarer Energie zur Umsetzung der Energiewende dar. Hierbei wird überschüssiger Strom aus fluktuierenden erneuerbaren Energien durch Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt. Da Wasserstoff nur unter hohem Energieaufwand (hohe Drücke, Verflüssigung) gespeichert werden kann, bietet sich dessen Konvertierung in Methan an. Dieser Schritt ermöglicht die Speicherung als Gas im breit ausgebauten Erdgasnetz in Deutschland.

Hierzu wird des Weiteren das innovative Projekt DanuP-2-Gas auf europäischer Ebene auf den Weg gebracht. Es soll die Energiesicherheit und -diversität in der Donauregion durch eine Kombination von Bioenergie und überschüssigen erneuerbaren Energien voranbringen. Das Projekt ist eine Gemeinschaftsaktion von 14 Partnern aus 10 Ländern entlang der Donau. Ziel ist die Entwicklung einer transnationalen Strategie zur Speicherung von erneuerbaren Energien. Dazu kann das bestehende Erdgasnetz in den Anrainerstaaten zum Ausbau der Energiesicherheit und Leistungsfähigkeit genutzt werden. Ferner werden passende Drehkreuze entlang der Donau identifiziert und aufgebaut.

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