Schreinerei Fritz Tiefenbach

Nachwuchsprobleme im Handwerk

Bildunterschrift:

Der Fachkräftemangel beschäftigt Betriebe und Politik: Renate (l.) und Emil Fritz (5.v.l.) sprachen mit Anastasia Wurzer (v.r.), Hermann Käser (beide Bundesagentur für Arbeit), Jobcenter-Geschäftsführer Alexander Wagner, Landrat Franz Meyer, Sachgebietsleiterin für Wirtschaftsförderung und Standortmarketing am Landratsamt, Heidi Taubeneder, Tiefenbachs zweitem Bürgermeister Christian Fürst und Regierungsdirektor Armin Diewald über das Nachwuchsproblem.

Landrat Franz Meyer bei Schreinerei Fritz in Tiefenbach zu Besuch

Tiefenbach. Unter dem Titel „Landrat trifft Wirtschaft“ hat es sich Landrat Franz Meyer zum Ziel gesetzt, immer ein offenes Ohr für die kleinen und mittelständischen Betriebe zu haben. Etwa einmal im Monat besucht er deshalb einen Wirtschaftsbetrieb im Landkreis. Bei seinem letzten Besuch war Meyer zu Gast bei Schreinermeister Emil Fritz in Tiefenbach. Bei dem Termin wurde das anhaltende Problem des Fachkräftemangels deutlich aber auch die Schwierigkeit, Nachfolger zur Weiterführung von Handwerksbetrieben zu finden.

Emil Fritz jun. hat den Betrieb, der 1952 gegründet wurde, 1983 von seinem Vater übernommen. Fritz hat seine Schreinerei hauptsächlich auf den Bau von Museums- und Ausstellungseinrichtungen spezialisiert. Damit hat sich Emil Fritz mittlerweile bayernweit und darüber hinaus einen Namen gemacht. Unter anderem hat die Schreinerei Fritz die Einrichtung für die Landesausstellung Bier in Bayern 2016 in Aldersbach gefertigt. Regelmäßig und in enger Zusammenarbeit entstehen mit der Design- und Werbeagentur „Atelier und Friends“ aus Grafenau ansprechende Ausstellungseinrichtungen.

Zweiter Bürgermeister der Gemeinde Tiefenbach, Christian Fürst der bei dem Betriebsbesuch ebenfalls dabei war, sprach von einer besonderen Auszeichnung einerseits für den Betrieb selbst aber auch für die Gemeinde, wenn Einrichtungen mit großer öffentlicher Aufmerksamkeit in ganz Bayern und den Nachbarregionen aus Tiefenbach im Passauer Land kämen. „Solche Betriebe im Ort zu haben, ist für uns wichtig. Das belebt unsere Gemeinde“, sagte Fürst.

Betriebsinhaber Emil Fritz wolle seinen Betrieb stets auf Zukunftskurs halten. Gerade computergesteuerte erleichtern ihm und seinen 14 Mitarbeitern die Arbeit, bedeuten gleichzeitig aber auch immer eine große Investition. Ein großes aktuelles Problem stellt aus Sicht von Schreinermeister Emil Fritz aber der Fachkräftemangel dar. Es sei immer schwieriger, qualifiziertes Personal zu finden und die Mitarbeiter auch im Betrieb zu halten. Fritz bildet selbst regelmäßig Fachkräfte aus, aktuell beschäftigt er einen Azubi. Doch auch hier sei es immer schwieriger, die Stellen zu besetzen. Am meisten beschäftigt den Schreinermeister aber, dass er für seinen Betrieb – trotz großer Bemühungen – bisher keinen Nachfolger hat.

„Das Nachwuchs- und Fachkräfteproblem ist regelmäßig auch ein Thema, mit dem sich die Politik auch bei uns vor Ort beschäftigt“, so Landrat Franz Meyer. „In Zusammenarbeit mit den Kammern versuchen wir hier Lösungen zu finden, um diesen Herausforderungen unserer Zukunft entgegen zu treten“, sagte Meyer weiter.

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