Kfz-Meister-Ausbildung.

Wirtschaftswoche 2018: Perfekter Abschluss im HWK-Bildungszentrum Passau-Auerbach

Zum Abschluss der Wirtschaftswoche 2018 begrüßte Leiter Josef Sailer Landrat Franz Meyer und seine Delegation im Berufsbildungszentrum der HWK in Passau-Auerbach. „Jeder Euro, der in Bildungsstätten investiert wird, ist gut angelegt“, freute sich Landrat Meyer zu Beginn des Rundgangs durch die Lehrwerkstätten.

Der Hauptgeschäftsführer der HWK Niederbayern-Oberpfalz, Jürgen Kilger, betonte, wie wichtig ein ausgewogenes Verhältnis von beruflicher und akademischer Ausbildung sei, damit die Wirtschaft davon profitiere. Der Standort Auerbach ist der drittgrößte Bildungsstandort der HWK in Ostbayern und wird in drei Bauabschnitten mit einem Investitionsvolumen von 15 Millionen Euro weiter gestärkt. Der Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende im Bildungsausschuss, Dr. Gerhard Waschler, verwies auf den Wert der beruflichen Bildung und wie sehr der Rest der Welt Deutschland um das duale Ausbildungssystem beneide, wie er von seinen zahlreichen Reisen her wisse.

Im Bildungszentrum Passau-Auerbach finden drei Meisterkurse statt: Kfz, Schreiner sowie Sanitär, Heizung, Klima. In 11 verschiedenen Berufe werden die Schülerinnen und Schüler in den Werkstätten ausgebildet. 80 angehende Meister sowie 140 Lehrlingen besuchen derzeit das Bildungszentrum.

In der Kfz-Werkstatt werden die Schülerinnen und Schüler auch in Techniken der Zukunft wie Hybrid und Elektro ausgebildet. Der Meisterkurs der Schreiner beschäftigt sich mit der klassischen Holzbearbeitung, aber auch mit der Oberflächengestaltung sowie CNC-Arbeiten. Vieles dreht sich hier um die Digitalisierung, das Schreinerhandwerk von heute hat nur noch wenig mit Meister Eder zu tun. Jährlich investiert die HWK 2 bis 2,5 Millionen Euro in die technische Ausstattung der Werkstätten. Und auch im Kurs Sanitär, Heizung, Klima zeigen sich die Vorteile des Dreiklangs Betrieb, Berufsschule und überbetriebliche Ausbildung.

Zum Abschluss des Besuches im Bildungszentrum traf sich die Delegation um Landrat Franz Meyer mit angehenden Meistern zu einem Weißwurstfrühstück. Magdalena Riesinger berichtete, dass sie nach erfolgreichem Abschluss des Schreiner-Meisterkurses die Akademie für Fachdesign besuchen möchte. Auch Lorenz Post sieht den Meister als Zwischenschritt auf seinem Weg ins Lehramtsstudium für Berufsschulen. Thomas Kirchberger und Alois Schwarz wollen in Zukunft den elterlichen Betrieb übernehmen. Alle nehmen das Meister-Bafög in Anspruch, das, so MdL Waschler, ein richtiges Erfolgsmodell sei, ebenso wie der Meister-Bonus. Landrat Meyer verwies darauf, dass man die Anerkennung der beruflichen Bildung in der Bürgerschaft stärken müsse. Schließlich kämen 42 % aller Studierenden aus der beruflichen Bildung.

Am Ende der Wirtschaftswoche 2018 zog Landrat Franz Meyer ein sehr positives Fazit. „Wir haben dem Job- und Innovationsmotor Mittelstand in der Wirtschaftsregion Passau ein Gesicht gegeben: der Industrie, dem Handwerk, der Dienstleitung.“ Für die jungen Leute sei eine solide Ausbildung als Karriereperspektive sehr wichtig, für die Unternehmen ist sie die Basis der Fachkräftesicherung.

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