wissenswerkstatt passau

Technik erleben – Technik begreifen

wissenswerkstatt Passau e. V.

Wie kommt der Strom in die Steckdose? Warum fliegt ein Flugzeug? Solchen Fragen wird in der wissenswerkstatt Passau nicht nur in der Theorie nachgegangen, sondern sie werden durch Tüfteln, Basteln und Experimentieren auch gleich in die Praxis umgesetzt.

Kinder und Jugendliche entdecken die Welt

In der wissenswerkstatt können Kinder und Jugendliche von 8 bis 18 Jahren die Welt der Technik und Naturwissenschaften hautnah erleben und entdecken. Auf einer Fläche von rund 600 qm stehen im ehemaligen Postgebäude in der Passauer Bahnhofstraße eine Werkstatt mit Metall- und Holzbearbeitungsmaschinen, EDV sowie Labore für Physik, Elektro- und Steuerungstechnik zur Verfügung. Kinder und Jugendliche erforschen in selbst durchgeführten Versuchen und Experimenten technische Phänomene und Alltagstechnik. Darüber hinaus wird das erworbene Wissen durch handwerkliche Arbeiten in nützliche Produkte umgesetzt.

Das Konzept hinter der wissenswerkstatt: Kinder und Jugendliche aller Schulformen erschließen sich selbstständig handwerkliche und physikalische Zusammenhänge und bekommen so einen besseren Zugang zur Technik. Ziel ist es, bei jungen Menschen zu einem frühen Zeitpunkt das Interesse für Technik und Wissenschaft zu wecken sowie ihnen langfristig berufliche und persönliche Perspektiven aufzuzeigen. Das Bildungsangebot ist dabei auf das Alter der Teilnehmer von 8 bis 18 Jahren zugeschnitten. Unter anderem gibt es Projekte und Experimente zu den Themenbereichen Physik, Fahrzeugtechnik, Biologie, Chemie, Astronomie und Raumfahrt.

Viele Träger unterstützen den Verein

Träger der Bildungsinitiative ist der Verein wissenswerkstatt Passau e. V.. Im Juni 2012 gründeten Vertreter von ZF am Standort Passau, Stadt und Landkreis Passau sowie die Bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände (bayme vbm) und die Universität Passau den gleichnamigen gemeinnützigen Verein. Die Grundfinanzierung des Projekts ist aus zehn Jahre gesichert. Der Löwenanteil kommt dabei von ZF, aber auch Stadt und Landkreis Passau, die Bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände sowie regionale Wirtscjaftsbetriebe wie Hatz, Sumida, Paul Nutzfahrzeuge, Knorr-Bremse und Guggemos unterstützen das Projekt finanziell.

www.wiwe-pa.de

Ralf Grützner, Leiter:

Unsere Herausforderung ist groß. Laut Statistischem Landesamt wird sich in den kommenden 20 Jahren der Anteil der 20- bis 60-Jährigen in der Region Passau um 24.000 Menschen verringern. Das sind knapp 20 Prozent. Dieser demografische Wandel trifft nict nur Kommunen, sondern auch Unternehmen. Insbesondere in technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen befürchten Experten einen Fachkräftemangel.

Nur mit Weitsicht kann es glingen, den wachsenden Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften, Technikern und Ongenieuren auch in Zukunft zu decken. Wir wollen daher jungen Menschen, besonders auch Mädchen, die Scheu vor Technik und Wissenschaft nehmen und ihnen dadurch langfristig berufliche und persönliche Perspektiven bei Betrieben in unserer Region ermöglichen.

Die wissenswerkstatt leistet einen wichtigen Beitrag, den künftigen Bedarf der örtlichen und regionalen Industrie, des Mittelstandes sowie des Handwerks an Facharbeitern, Handwerkern, Technikern und Ingenieuren zu decken.

Auch die Entscheidung für oder gegen ein technisches Studium fällt oftmals lange vor Schulabschluss. Umso wichtiger sind die Angebote der wissenswerkstatt, um Kinder und Jugendliche frühzeitig für Technik und Wissenschaft zu begeistern.

Leitgedanke der Passauer wissenswerkstatt ist dabei die Orientierung an den Stärken der Kinder und Jugendlichen. Früh im Leben zu wissen, wo die eigenen Stärken liegen, sehe ich als notwendige Basis für ein erfolgreiches Berufsleben. Wenn ein Kind weiß, wo es gut ist, erleichtert das die Entscheidung für den Weg, den es später gehen kann. Wir wollen diese Stärken der Kinder und Jugendlichen herauskitzeln, gezielt fördern und die Weichen für ein erfolgreiches Berufsleben stellen.

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